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Zuber

Im Oberwallis verbreiteter Familienname. 1270 ist erstmals Nikolaus Zubere von Münster erwähnt. Im 15. Jh. finden sich Namensträger in lokalen Ämtern sowie als Geistliche in den Zenden Goms, Brig, Visp, Leuk, Siders und Sitten. Einzig die Fam. aus St. Niklaus wurde mit Landeshauptmann Sebastian (->) im 17. Jh. bedeutend. Er hinterliess seinen Nachkommen die Burgerrechte von Visp und von Sitten, das 1622 erbaute Zuberhaus am Kaufplatz in Visp und ein Herrenhaus am oberen Ende des Grand-Pont in Sitten. Unter diesen Z. finden sich neben einem Landvogt von Saint-Maurice mehrere Grosskastläne von Visp und Sitten, ein Kastlan von Vionnaz-Bouveret, zwei Grossmeier von Nendaz-Hérémence und ein Burgermeister von Sitten. Die Visper Linie starb 1769 mit Franz Arnold, Rektor der Familienstiftung von Schalen in St. Niklaus, aus. Die Sittener Linie erlosch mit dem Tod des Malers Alex 1830 im Mannesstamm.

Quellen und Literatur

  • Walliser Wappenbuch, 1946, 301
  • von Roten, Landeshauptmänner, 280-289

Zitiervorschlag

Truffer, Bernard: "Zuber", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 24.02.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023618/2014-02-24/, konsultiert am 28.10.2020.