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Oscar AdolfGermann

19.8.1889 Frauenfeld, 1.12.1979 Bottmingen, ref., von Frauenfeld. Sohn des Adolf (->). Elisabeth Martin, Tochter des Carl, Anwalts. Nach dem Besuch der Kantonsschule Frauenfeld Stud. in Deutschland und Österreich, Dr. iur. 1914 (Univ. Zürich). Ab 1918 Experte im Eidg. Volkswirtschaftsdepartement. 1920 PD, 1928 ao. Prof. für Arbeitsrecht an der Univ. Bern, 1930-60 Ordinarius für Strafrecht an der Univ. Basel. 1952-61 Redaktor der Schweiz. Zeitschrift für Strafrecht. G. förderte die dogmat. Umsetzung des StGB von 1937 im Sinne eines Schuldstrafrechts. Insbesondere entwickelte er eine subjektive Verbrechenslehre, der auch das Bundesgericht folgte. Dreifacher Ehrendoktor. Auch bedeutender Militär. 1923 Offizier im Generalstab. 1936 entwarf er die Botschaft des Bundesrats für die Wehranleihe. 1937 Stabschef des 2. Armeekorps. 1939-40 Mitarbeiter und zeitweise Leiter der Operationssektion im Armeestab. In dieser Funktion verfertigte er die Aufmarschpläne Nord und West, Studien für eine allfällige Zusammenarbeit mit der franz. Armee oder der dt. Wehrmacht und den Plan für einen Rückzug in die Wiggerstellung. G. befürwortete den Ersteinsatz der Armee in einem Alpenréduit 1940. 1941-44 Stabschef des 4. Armeekorps.

Quellen und Literatur

  • Das Verbrechen im neuen Strafrecht, 1942
  • Probleme und Methoden der Rechtsfindung, 1967
  • Schweiz. Zs.f. Strafrecht 96, 1979, 113-115; 97, 1980, 98 f.
  • Generalstab 8, 137 f.
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