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Bräm

Ehem. Zürcher Bürgergeschlecht. Die 1378 eingebürgerten B. stammten von Rieden, vermutlich Albisrieden, evtl. Rieden bei Wallisellen. Im 16. Jh. waren die meisten B. Handwerker (Wirte, Büchsenmacher, Metzger); im 17. Jh. arbeiteten viele als Goldschmiede. Die B. sind z.Z. der Reformation aufgestiegen (Kontakte zu Johann Jakob Breitinger und Heinrich Bullinger) und gehörten im 16.-17. Jh. zu den bedeutendsten und politisch mächtigsten Geschlechtern Zürichs. Sie waren sowohl im Gr. Rat wie im Kl. Rat gut vertreten (19 Grossräte). Erster Kleinrat der Fam. war Hans (->). Von den sechs Kleinräten der Fam. waren vier Zunftmeister. Zwischen 1567 und 1644 stellten die B. dreimal den Bürgermeister, darunter Heinrich (->) und seinen gleichnamigen Sohn (->), diverse Amtsleute sowie fünf Landvögte. 1697-1765 waren sie Inhaber der Herrschaft Lufingen. In den 1760er Jahren sind die B. wieder in den Kleinbürgerstand abgesunken, und Ende 19. Jh. ist das Geschlecht erloschen.

Quellen und Literatur

  • H. Schulthess, Kulturbilder aus Zürichs Vergangenheit 4, 1949

Zitiervorschlag

Hürlimann, Katja: "Bräm", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.08.2004. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023787/2004-08-19/, konsultiert am 27.10.2021.