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ToblerFamilie, ZH

Jugendstil-Interieur der Villa Tobler in Zürich, gestaltet von Hans Karl Eduard von Berlepsch, 1898-1901 (Kantonale Denkmalpflege Zürich; Fotografie Elvira Angstmann).
Jugendstil-Interieur der Villa Tobler in Zürich, gestaltet von Hans Karl Eduard von Berlepsch, 1898-1901 (Kantonale Denkmalpflege Zürich; Fotografie Elvira Angstmann). […]

Zürcher Bürgergeschlecht. Frühe Namensträger finden sich im Zürcher Oberland, v. a in Wald (ZH) und Umgebung. Hans Jakob (1597-1629), der Stammvater der Fam. in der Stadt Zürich, erwarb 1626 das Bürgerrecht und fand 1628 Aufnahme in der Konstaffel. Bis in die fünfte Generation waren Angehörige der Familie v.a. als Geistliche (z.B. Georg Christoph ->), ab Ende des 18. Jh. zunehmend auch als Kaufleute und Bankiers tätig. So gründete z.B. Leonhard (1779-1861) die Privatbank Tobler-Stadler. Sein Sohn liess 1852-55 die Villa Tobler an der Winkelwiese bauen. Einzelne Zweige der Fam. besassen Landwirtschafts-, andere Handwerks- und Gewerbebetriebe, z.B. die Konditorei Tobler an der Augustinergasse. Die T. beteiligten sich bis 1798 nicht an der Regierung. Ab Ende des 19. Jh. gehörten sie den Schildnern zum Schneggen an. Ludwig (->) war Redaktor des "Schweiz. Idiotikons". Gustav Adolf (->), ein Enkel Leonhards, wirkte 1905-22 als Prof. für Schwachstromtechnik am Eidg. Polytechnikum bzw. an der ETH Zürich.

Quellen und Literatur

  • Schweiz. Geschlechterbuch 1, 741-752; 7, 917-929
  • W. Ganz, Die Fam. T. von Zürich 1626-1926, 1928