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ZieglerZH, Zürich

Zürcher Bürgerfamilie. Bäcker Heinrich Im Werd von Bremgarten (AG) erwarb 1419 das Zürcher Bürgerrecht. Kleinhans (1462-1555), vermutlich sein Enkel, führte in Zürich eine Ziegelei, weshalb die Fam. Z. genannt wurde. Heinrich und Rudolf, Brüder von Kleinhans, nahmen an einer Wallfahrt nach Jerusalem teil und wurden am Hl. Grab zum Ritter geschlagen. Die Z. in Zürich stammen alle von Watmann Itelhans (1500-79), dem jüngsten Sohn von Kleinhans, ab. Sein Sohn Adrian (1546-1622) ist Stammvater der zwei bekannten Linien der Z., der Linie zum Pelikan und der Linie von Sax. Adrian betrieb in den 1590er Jahren Tuchhandel und fabrizierte Barchent. Danach gab die Fam. den Tuchhandel vorübergehend auf. Erst Adrians Enkel, der Arzt und Erbauer des Hauses zum Pelikan, Christoph (1628-1708), stieg wieder in dieses Geschäft ein, das er mit seinem Sohn Jakob Christoph (->) führte. Die Z. produzierten günstiges Florgewebe und erlangten in diesem Sektor eine dominierende Stellung. Ein anderer Enkel von Adrian, Hans Jakob (->), war Stadtarzt von Zürich. Zur Linie zum Pelikan gehörten ferner der Oberst und Kleinrat Jakob Christoph (->) und sein Sohn Paul Karl Eduard (->), ebenfalls Oberst und Nationalrat, sowie der Buchhändler Leonhard (->). Die Linie von Sax wurde vom Apotheker Adrian (->) begründet, einem Sohn des Tuchhändlers Adrian, der 1626-31 Zürcher Landvogt von Sax-Forstegg war. Aus dieser im 19. Jh. erloschenen Linie stammen drei Landvögte von Sax-Forstegg und vier Landeshauptleute von Sax-Forstegg. Die Z. gehörten zu den bedeutendsten Zürcher Fam.: Bereits Stammvater Heinrich sass 1445 im Kl. Rat. Das Geschlecht stellte insgesamt 38 Vertreter im Gr. Rat und 18 Vertreter im Kl. Rat. Ab Mitte des 16. Jh. besassen die Z. zwei und mehr Schilde bei den Schildnern zum Schneggen. Das Geschlecht erlosch 1924 in der männl. Linie.

Quellen und Literatur

  • E. Eidenbenz, Stammbaum der Fam. Z. nach C. Escher-Ziegler, o.J. (StAZH)
  • Schweiz. Geschlechterbuch 1, 688-690
  • C. Escher, «Die Zürcherfam. Z.», in ZTb 1919, 1918, 77-134
  • A. Corrodi-Sulzer, Der Pelikan (in Zürich und die Fam. Z.), 1675-1931, 1932