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Constant

Constant de Rebecque

David (1638–1733), Sohn des Philibert, war erst Griechisch-, dann Theologieprofessor an der Lausanner Akademie. Öl auf Leinwand von Pierre Guillibaud, 1696 (Université de Lausanne, Salle du sénat; Fotografie Claude Bornand).
David (1638–1733), Sohn des Philibert, war erst Griechisch-, dann Theologieprofessor an der Lausanner Akademie. Öl auf Leinwand von Pierre Guillibaud, 1696 (Université de Lausanne, Salle du sénat; Fotografie Claude Bornand).

Ref. Waadtländer Fam., ursprünglich aus Aire im nordfranz. Artois. 1213 war ihre dort gelegene Herrschaft Rebecque zur Freiherrschaft erhoben worden. Im 16. Jh. wanderten die C. aus konfessionellen Gründen aus. Eine Ursache war vielleicht der Übergang des Artois an das Haus Habsburg (1526). Die C. liessen sich zunächst in Genf, dann in Lausanne nieder, wo sie 1614 das Bürgerrecht erhielten. Zunächst waren sie dort als Kaufleute (Seide, Gewürze) tätig. Dank geschickter Heiraten stiegen die C. langsam in den Kreis der führenden Fam. auf und übernahmen auch städt. Ämter. Der Gewürzhändler Philibert (1615-78) aus der dritten Generation heiratete beispielsweise Judith Girard de Bergeries, Tochter eines Arztes und Prof. für Hebräisch an der Akademie. Mit Philiberts Sohn David (1638-1733) gab die Fam. ihre geschäftl. Tätigkeit zugunsten von geistl. und wissenschaftl. Laufbahnen auf. David war viermal Rektor der Lausanner Akademie. Der folgenden Generation eröffnete sich zu Beginn des 18. Jh. ein dritter Weg des gesellschaftl. Aufstiegs: die fremden Dienste im zivilen und v.a. im militär. Bereich. Samuel (->), von dem vier Söhne in franz. und holländ. Diensten standen, kaufte das Gut La Chablière in Lausanne (1713) sowie die Herrschaften Hermenches (1725) und Villars-Mendraz (1753). Er erreichte die Anerkennung des Adelsstatus und nahm offiziell wieder den Titel eines Barons de Rebecque an. Gleichzeitig zeichneten sich Angehörige der Fam. im gesellschaftl. und literar. Leben aus: z.B. David-Louis C. d'Hermenches (->), der Romanautor Samuel (->) und schliesslich Benjamin (->), für den sein Vater ausschliesslich literar. Ehrgeiz gehegt hatte. Während der Waadtländer Zweig der Fam. zu Beginn des 20. Jh. erloschen ist, existiert heute noch eine Linie in den Niederlanden.

Quellen und Literatur

  • BCUL, Nachlass
  • Schweiz. Geschlechterbuch 5, 141-146
  • Recueil de généalogies vaudoises III/3, 1939, 203-229