de fr it

deMiéville

Waadtländer Niederadelsgeschlecht, ab 1466 von Rossens (VD), später von Moudon (1507), Villarzel (1675), Sédeilles (1676), Palézieux (1693), Orbe (1804) und Bern (1869). Der Ritter Johannes de Mediavilla (um 1460-1520) wurde 1494 in Brügge von Ks. Maximilian I. geadelt. Durch fremde Dienste gelangten die M. im 16. Jh. zu Wohlstand. Vom 17. Jh. an bekleideten sie hohe öffentl. Ämter (Untervogt, Kastlan, Notar) oder wählten eine geistl. Laufbahn. Der Pfarrer David (1610-70) kaufte 1667 von den de Crousaz die Herrschaft Brit (Gem. Granges-Marnand). 1796 erwarb die Fam. die Herrschaft Rossens. Im 19. und 20. Jh. bildeten die M., die sich gelegentlich auch Demiéville nannten, in Payerne eine Dynastie von Notaren. Mit den zahlreichen anderen Fam. dieses Namens sind sie nicht verwandt.

Quellen und Literatur

  • ACV, Stammtaf.
  • H. Delédevant, M. Henrioud, Livre d'or des familles vaudoises, 1923, 146 f.
  • «Brève notice historique sur la famille "de M." et "Demiéville"», in RHV, 1935, 179-184, 253, 318
  • D.L. Galbreath, Armorial vaudois 2, 1936, 186 f., 464