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Monod

Weit verbreiteter Familienname in der Romandie. Bekannt ist v.a. die Fam. M. de Froideville aus Ballens, der die drei Brüder Benjamin Louis (->), François Isaac (->) und Gabriel (->) angehörten. Die bekanntesten M. sind jene von Morges und Genf, deren Vorfahren 1337 in Romainmôtier erwähnt sind. 1587 ist Jacques in Vullierens belegt. Von seinem Enkel Abraham-Christian, der sich 1660 in Morges niederliess und 1667 ins Wohnrecht aufgenommen wurde, stammen zwei Zweige ab. Der Kaufmann David-Bernard (1672), der 1705 das Genfer Bürgerrecht erhielt, ging aus dem älteren Zweig hervor, der sich ab 1808 in Paris fortsetzte und dessen Mitglieder 1820 franz. Staatsbürger wurden. Zahlreiche Vertreter dieses Zweigs waren als Pfarrer der prot. Kirche Frankreichs tätig, so Jean (->) und dessen Sohn Frédéric (->), einige als Gelehrte, so Gabriel (1844-1912), Gründer der "Revue historique", Théodore (1902-2000), Naturforscher, Jacques (1910-76), Molekularbiologe und Medizin-Nobelpreisträger, sowie Jean-Luc Godard, Filmemacher. Der Landammann Henri (->) und sein gleichnamiger Sohn (->) gingen aus dem jüngeren Zweig hervor, dessen Mitglieder 1742 mit dem Chirurgen, Postmeister und Pietisten Jean-François (1674-1752) Bürger von Morges wurden. Die Fam. war bis ins 20. Jh. Eigentümerin des vom Vater des Landammanns zwischen 1766 und 1768 erbauten Hauses.

Quellen und Literatur

  • Teilnachlässe in: ACV, BCUL
  • C. Roth, Inventaire sommaire des archives de la famille M. à Morges, 1958
  • D.L. Galbreath, Armorial vaudois 2, 1936, 473
  • Livre du Recteur 4, 574-578
  • Kdm VD 5, 1998, 298-301

Zitiervorschlag

Abetel-Béguelin, Fabienne: "Monod", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 29.09.2009, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/023899/2009-09-29/, konsultiert am 21.10.2020.