de fr it

BrunoUebel

14.10.1806 Hoya (Herzogtum Anhalt-Dessau, heute Niedersachsen), 21.11.1840 Belidah (Algerien), protestantisch, Preusse, ab 1836 von Herrliberg. Sohn des Johannes, Grossgrundbesitzers. Julie von Geiger. Bruno Uebel besuchte die Kriegsschule in Berlin. Aufgrund seiner bürgerlichen Herkunft und liberalen Lebensauffassung geriet er in Konflikt mit seinen adligen Dienstkollegen. 1833 floh er nach Küsnacht (ZH), später nach Herrliberg, wo er unter anderem militärische Studien betrieb und die "Helvetische Militärzeitschrift" mitgründete. 1836-1839 stellte ihn der Zürcher Kriegsrat als Kavallerieinstruktor ein. 1838 verfasste er einen Plan zur Verteidigung der Schweiz gegen Frankreich. Im Züriputsch von 1839 befehligte er aufseiten der Liberalen Truppen. Nach der Machtergreifung der Konservativen floh Uebel nach Solothurn und wurde dort zum Militärinspektor ernannt. 1840 fiel er als Freiwilliger der französischen Kolonialarmee in Algerien.

Quellen und Literatur

  • StAZH
  • F. Schoch, «Bruno Uebel», in Schweizer Kavallerist, 1962, 705-712
  • J. Jung, Alfred Escher 1819-1882, 2007, 97-100
Weblinks
Normdateien
GND
VIAF
Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 14.10.1806 ✝︎ 21.11.1840

Zitiervorschlag

Peter Müller-Grieshaber: "Uebel, Bruno", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 15.02.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024362/2013-02-15/, konsultiert am 26.02.2024.