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Gabriel vonWeiss

8.9.1613 Bern, 13.1.1684 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Samuel (->). 1) 1642 Susanna Stürler, Tochter des Gilg, Landvogts, 2) 1665 Johanna Steiger, Tochter des Hans, Witwe des Georg Steiger, Landvogts und Herrn von Rolle. Studien in Genf, Basel und Paris. Hauptmann in schwedischen Diensten, ab 1645 Berner Grossrat, 1648-1651 in venezianischen Diensten. Zurück in Bern setzte Gabriel von Weiss seine politische Karriere 1651-1656 als Ungelter vom Land und 1656-1658 als Landvogt von Saanen fort. 1656 kommandierte er im Ersten Villmergerkrieg das Oberländer Regiment. 1658-1660 befand sich Weiss als Oberst erneut in venezianischen Diensten. Ab 1660 war er Kleinrat und als solcher 1662-1668 Zeugherr, 1668-1674 Landvogt von Lausanne und 1678-1683 Salzdirektor. Weiss war mehrmals Tagsatzungsgesandter und zweimal wegen den Waldensern Gesandter am savoyischen Hof. Durch seine zweite Frau wurde er Herr von Mollens. Seine Autobiografie handelt weniger von seiner militärischen und politischen Karriere, als vielmehr von seiner Welterfahrung.

Quellen und Literatur

  • «Selbstbiogr. eines bern. Staatsmannes aus dem 17. Jh., hg. von L. von Ougspurger», in BTb 24-25, 1875-76, 1-82
  • Feller/Bonjour, Geschichtsschreibung, 361-363
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Zitiervorschlag

Hans Braun: "Weiss, Gabriel von", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 09.10.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024416/2013-10-09/, konsultiert am 17.07.2024.