de fr it

UlrichAostalli

10.5.1597 Prag, Kreuzgang des Augustinerklosters in Prag, katholisch, von Sala Capriasca. Domenica Maggi, Witwe des Luca Caranca und Tochter des Architekten Domenico Maggi, von Arogno. Über Ulrich Aostallis Geburt und seine Ausbildung zum Architekten ist nichts bekannt. Er wanderte nach Böhmen aus und lebte vor allem in Prag, wo er mit der Zeit verschiedene Häuser und Immobilien erwarb. Eine seiner ersten Arbeiten war die Vorbereitung des Plans zum Wiederaufbau des Prager Stadtviertels Malá Strana, das beim Brand von 1541 zerstört worden war. Ab 1540 stand Aostalli in den Diensten von Johann von Waldstein und Jaroslaw von Smiritz. 1556 wurde er vom Architekten Bonifazius Wolmut für Arbeiten an den kaiserlichen Schlössern im Zentralböhmen beauftragt. Nach seiner Berufung zum Kronbaumeister 1567 oblag ihm die Kontrolle aller Bauten der böhmischen Hauptstadt. Er führte auch für andere Architekten zahlreiche Arbeiten aus, zum Beispiel für Paolo Stella, Bonifazius Wolmut und Giovanni Gargiolli. 1581-1582 arbeitete Aostalli, der in Böhmen grosse Anerkennung erfuhr, mit seinem Adoptivsohn Pietro Caranca zusammen. Er kehrte nicht mehr in seine Heimat zurück.

Quellen und Literatur

  • AKL 6, 4-6
Weblinks

Zitiervorschlag

Lucia Pedrini Stanga: "Aostalli, Ulrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.07.2001, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024510/2001-07-25/, konsultiert am 25.04.2024.