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Ceutrones

In der Tarentaise, d.h. westlich des Kleinen St. Bernhard, entlang dem Verkehrsweg von Italien nach Lyon siedelndes Volk, vermutlich keltoligurischen Ursprungs (Kelten). Das Siedlungsgebiet der Ceutrones gehörte zur römischen Provinz Alpes Graiae oder Atrectianae, die später mit dem Wallis unter einem einzigen Statthalter vereinigt wurde. Nach Plinius dem Älteren produzierten die Ceutrones einen guten Käse, den Vatusicus, und hochwertiges Kupfer. Im Frühmittelalter verlor die alte Hauptstadt Aime (Axima; Forum Claudii Ceutronum) gegenüber dem Bischofssitz Darantasia (heute Moûtiers) an Bedeutung.

Weblinks

Zitiervorschlag

François Wiblé: "Ceutrones", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 05.09.2003, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024602/2003-09-05/, konsultiert am 10.08.2022.