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GiuseppeGaribaldi

4.7.1807 Nizza, 2.6.1882 Caprera (Sardinien), kath., Italiener. 1848 und 1859 nutzte der zwischen Republik und Monarchie schwankende Volksheld und Freiheitskämpfer G. die Tessiner Grenzzone vom Langensee zum Luganersee für militär. Ablenkungsmanöver gegen die Österreicher und als Fluchtburg. Sonst unterhielt er nur indirekt über einzelne Personen Beziehungen zur Schweiz, so über den Kreis um Georg Herwegh und über Wilhelm Rüstow, der gerne der dt. Garibaldi geworden wäre. Dank grosser Popularität in Kreisen der Liberal-Radikalen konnte G. immer wieder Schweizer Freiwillige rekrutieren, kämpfte aber auch gegen Schweizer in neapolitan. und päpstl. Diensten. Im Juni 1862 wurde er in Locarno stürmisch gefeiert. Im Sept. 1867 nahm er aktiv am Genfer Friedenskongress teil. Im Gegensatz zu anderen Grossen des Risorgimento beschäftigte sich G. trotz seiner Forderung nach Volksbewaffnung und seines Einsatzes für die Schützenbewegung nicht näher mit der Schweiz.

Quellen und Literatur

  • G. von Hoffstetter, Tagebuch aus Italien 1849, 1851
  • W. Rüstow, Erinnerungen aus dem ital. Feldzug von 1860, 1861
  • H. Wieland, «Erinnerungen aus dem letzten Jahre des schweiz. Fremdendienstes 1859-1861», in Allg. Schweiz. Militär-Ztg., 1862, 110 f.
  • G. Bettone, «G. a Locarno», in AST, Nr. 9, 1962, 455-472
  • M. Sarfatti, La nascita del moderno pacifismo democratico ed il Congrès international de la paix di Ginevra nel 1867, [1980]
  • M. Vuilleumier, «G. et la Suisse», in G. cento anni dopo, hg. von A. Benini und P.C. Masini, 1983, 178-236
  • C. Moos, «W. Rüstow, G. stratega e l'ambiente zurighese», in G., generale della libertà, hg. von A.A. Mola, 1984, 235-294
  • DBI 52, 315-331
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Lebensdaten ∗︎ 4.7.1807 ✝︎ 2.6.1882