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Thurgauer Tagblatt

Das 1885 von Hermann Gleditsch gegründete Thurgauer Tagblatt erschien werktags als Nachfolger der liberalen bzw. demokratischen Zeitungen "Der Wächter" (1831-1865), "Neue Thurgauer Zeitung" (1866-1868) und "Thurgauer Volkszeitung" (1867-1885). 1889 erwarb Werner Schläpfer den Verlag, verkaufte diesen aber 1894 an ein Konsortium führender Demokraten. Sie gründeten 1897 die Aktiengesellschaft Thurgauer Tagblatt. 1890-1930 leitete Martin Vögelin die Redaktion, was zu einer Belebung der politischen Auseinandersetzung führte, umso mehr als das Thurgauer Tagblatt Organ der Demokratischen Partei wurde (ab 1932 freisinnig). Nach dem Verkauf des Verlags 1932 an Werner Schläpfer junior löste sich die Aktiengesellschaft auf. Infolge einer Kooperation mit dem "Thurgauer Volksfreund" und der "Thurgauer Volkszeitung" erlebte das Thurgauer Tagblatt ab 1970 eine neue Blüte (Auflage 1991 7400 Exemplare). 2001 gingen die drei Zeitungen in der "Thurgauer Zeitung" auf.

Quellen und Literatur

  • M. Eckstein, «Die Demokrat. Partei des Kt. Thurgau (1889-1932)», in ThBeitr. 126, 1989, 5-276, v.a. 111 f.
  • Thurgauer Tagblatt, 30.6.1955; 21.10.1980; 28.10.2000
Weblinks

Zitiervorschlag

Erich Trösch: "Thurgauer Tagblatt", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 11.10.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024843/2012-10-11/, konsultiert am 28.02.2024.