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Thurgauer Zeitung

Die ab Januar 1809 als Wochenblatt in der Buchdruckerei von Daniel Fehr und Andreas Pecht in Frauenfeld erscheinende Thurgauer Zeitung ging aus dem "Wochenblatt für den Kanton Thurgau" (1798-1805) bzw. der nachfolgenden "Frauenfelder Zeitung" (1806-1809) hervor. Das regierungsnahe Blatt, bis 1830 die einzige Zeitung im Thurgau, befasste sich nicht mit kantonaler Politik. Ab 1831 führte ein Redaktionskomitee, unter anderem mit Johann Kaspar Mörikofer, das Blatt im Geist des vermittelnden Juste-Milieu. Die Thurgauer Zeitung setzte sich nach 1848 für den Bundesstaat ein und war ab 1857 radikal, später freisinnig ausgerichtet. Die Thurgauer Zeitung gehörte 1835-1857 Christian Beyel. Jacques Huber, der 1857 die Beyel & Co. ganz übernahm, und die von ihm 1903 gegründete Huber & Co. prägten die Thurgauer Zeitung fast hundert Jahre lang. Unter den Chefredaktoren Edwin Altwegg und Oskar Reck sowie Ernst Nägeli (Feuilleton) hatte die Thurgauer Zeitung den Ruf einer Qualitätszeitung, der nach dem Wandel zu einer Forumszeitung um 1975 schwand. 2001 gingen das "Thurgauer Tagblatt", der "Thurgauer Volksfreund" und die "Thurgauer Volkszeitung" in der Thurgauer Zeitung auf. Diese wurde mit der Huber & Co. AG vom Medienkonzern Tamedia AG 2005 übernommen. 2011 integrierte die NZZ-Gruppe als neue Inhaberin die Thurgauer Zeitung in den Tagblatt-Verbund des "St. Galler Tagblatts". Die Thurgauer Zeitung zählte 1857 1500, 1927 16'553 Abonnenten und 2010 eine Auflage von 43'000 Exemplaren.

Quellen und Literatur

  • Thurgauer Zeitung, 21.8.1948; 24.6.1998; 9.9.2005; 9.1.2007; 17.4.2010; 3.1.2011
Weblinks

Zitiervorschlag

Erich Trösch: "Thurgauer Zeitung", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 26.04.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024844/2012-04-26/, konsultiert am 02.03.2024.