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Steffen

Ursprünglich aus dem Entlebuch stammende Fabrikantenfamilie. Josef (1832-92), Sekundarlehrer in Ruswil, besass eine Papier- und Gemischtwarenhandlung und ab 1860 auch eine Tüten- und Kuvertfabrikation in Heimarbeit. Er eröffnete 1879 die Mechan. Couverts- und Papiersackfabrik in Wolhusen. 1892 übernahmen seine Söhne Oskar und Josef die Firma. Letzterer amtierte 1923-36 als freisinniger Luzerner Grossrat. Ab 1920 führte Oskar das Unternehmen alleine. Bis 2008 wurde die international tätige Stewo AG von Oscar R. in der 4. Generation geleitet, bevor 2009 Baier & Schneider sie aufkaufte. Josef übernahm 1902 zusammen mit Josef Glanzmann die Teigwarenfabrik Wolhusen. 1937 ging diese als Teigwarenfabrik Steffen AG in Besitz seines Sohnes Walter über, der 1935-55 freisinniger Luzerner Grossrat war. Walter betrieb als Teilhaber zusätzlich die Möbelfabrik Wolhusen AG. Walters gleichnamiger Sohn, 1955-67 freisinniger Grossrat, übernahm die Teigwarenfabrik, die 1976 liquidiert wurde.

Quellen und Literatur

  • J. Aregger-Marazzi et al., Die Fam. S. aus dem Entlebuch, 1957
  • H.-P. Bärtschi, V. Müller, 700 Jahre schaffendes Wolhusen, 2005, 74-77

Zitiervorschlag

Quadri, Peter: "Steffen", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.02.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/024944/2012-02-20/, konsultiert am 18.10.2021.