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Piaget

Uhrmacherfam. von La Côte-aux-Fées. Der Bauernsohn Georges Edouard (1855-1931) gründete 1874 eine Werkstatt zur Herstellung von Präzisionsuhrwerken. 1911 übernahm sein Sohn Timothée den Betrieb. Als eine grössere Werkstatt bezogen wurde, war der Name P. bereits bekannt. Gérald-Edouard (1917-97) und Valentin (1922), die Enkel von Timothée, liessen die Marke Piaget 1943 registrieren. 1960 präsentierten sie an der Basler Uhrenmesse das Kaliber 12P, das flachste automat. Uhrwerk der Welt. Von nun an waren die P. als Uhrmacher und Juweliere bekannt. Die Piagetuhren wurden in Juweliergeschäften wie Garrard & Asprey in London, Tiffany in New York und Cartier in Paris verkauft. 1959 eröffnete die Firma eine Boutique und 1960 eine Manufaktur in Genf. 1964 lancierte P. Uhren mit Zifferblättern aus Stein bzw. Halbedelstein. Gérald-Edouard und Valentin erwarben die Firma Baume & Mercier. 1962 war Piaget an der Gründung des Centre électronique horloger in Neuenburg beteiligt. Gérald-Edouards Sohn Yves G. (1942) trat 1965 in die Firma ein. 1988 übernahm Richmont, eine Unternehmensgruppe für Luxusgüter, den Schweizer Uhrenhersteller. Die Manufaktur in Genf wurde 2001 durch eine Produktionsstätte in Plan-les-Ouates (2008 300 Angestellte) ersetzt und ergänzte damit die Ateliers in La Côte-aux-Fées (2008 120 Angestellte; Dekoration und Montage) und Buttes (2008, Herstellung von Uhrenrohwerken).

Quellen und Literatur

  • A. Descœudres, Un véritable Ancien: Edouard P. de la Côte-aux-Fées, 1903, 26
  • Montres et Merveilles, Ausstellungskat. Genf, 1994, 161