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Knie

Plakat von Heiner Bauer für die Vorstellungen der Schweizer Tournee des Zirkus 1948 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste).
Plakat von Heiner Bauer für die Vorstellungen der Schweizer Tournee des Zirkus 1948 (Museum für Gestaltung Zürich, Plakatsammlung, Zürcher Hochschule der Künste). […]

Aus Österreich-Ungarn stammende Artisten- und Zirkusfamilie, 1900 in Gerlikon (Frauenfeld) eingebürgert, seit 1907 mit festem Wohnsitz, später mit Winterquartier in Rapperswil (SG). 1803 gab Friedrich (1784-1850), der Stammvater der Zirkusdynastie und Sohn eines gleichnamigen Leibarztes der Kaiserin Maria Theresia, das Medizinstudium auf, schloss sich einem Zirkus an und begründete 1806 eine eigene Künstlertruppe. 1919 wandelte die Familie Knie die Artistenarena in den "Schweizer National-Circus der Gebrüder Knie" um, der seit 1934 als Familien-AG geführt wird. Zu den artistischen Nummern kamen Knies berühmte Tierdressuren. Zwischen 1927 und 1964 bot der Zirkus auch Völkerschauen an. 1962 wurde der Kinderzoo Rapperswil eröffnet. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zählte das Unternehmen, das weiterhin von der Familie geführt wird, rund 200 Angestellte.

Quellen und Literatur

  • A.A. Häsler, Knie. Die Geschichte einer Circus-Dynastie, 1968.
  • Neue Deutsche Biographie 12, 1980, S. 179-180.
  • H. Rathgeb, Die Zirkusfamilie Knie, 1994.
  • Das Magazin, 2001, Nr. 17, S. 22-38.
  • R. Brändle, Wildfremd, hautnah, 20132.
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