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Fam. der Stadt St. Gallen unbekannter Herkunft. Der erste in St. Gallen erwähnte W. war der als Stammvater geltende Cuni (1375). Die W. übten bis ins 20. Jh. v.a. handwerkl. Berufe aus; bis ins 18. Jh. waren sie oft Weber, im 17. Jh. auch Gerber. Die Buchdrucker Daniel (1675-1726) und Ruprecht (1680-1756) gaben in der 1. Hälfte des 18. Jh. erbaul. Schriften heraus. Nur wenige Familienmitglieder wandten sich nicht handwerkl. Berufen zu, wie der Pfarrer Johannes (1557) oder der Kunstmaler Werner Otto (1873-1902). Der Fabrikant und Kaufmann Michael (->) stiftete 1831 ein Familienlegat. In der Stadtrepublik sassen die W. häufig im Gr. und Kl. Rat, stellten jedoch nie einen Bürgermeister. Ab dem 19. Jh. übernahmen sie kaum mehr öffentl. Ämter. Anfang des 21. Jh. lebten noch drei männl. Familienangehörige mit St. Galler Bürgerrecht.

Quellen und Literatur

  • StadtA St. Gallen, Michael-W.-Weiher-Legat
  • Bürgerbuch der Ortsbürgergem. St. Gallen, 2000, 1087 f.