de fr it

Neher

Aus Musbach (heute Ebersbach-Musbach, Baden-Württemberg) stammende, 1825 in Schaffhausen eingebürgerte Unternehmerfamilie. Der Stammvater Johann Georg (->) liess sich 1810 in Schaffhausen nieder, heiratete in eine städt. Bürgerfamilie ein und brachte es durch seine geschäftl. Erfolge bald zu gesellschaftl. Geltung. Seine drei Söhne, alle im väterl. Unternehmen tätig, und seine Tochter bauten diese Stellung durch ihre Heiraten aus. Sophie (1821-93) ehelichte den Politiker und Wirtschaftsförderer Friedrich Peyer im Hof, dessen Schwester Pauline wurde die Frau von Bernhard (1814-65), während Johann Conrad (->) in die Schaffhauser Arzt- und Patrizierfamilie Stokar von Neunforn einheiratete und Johann Georg (1826-85) sich mit einer Tochter des Industriellen Heinrich Moser verband. Auch die dritte Generation der Fam. widmete sich der Industrie. Bernhards Sohn Robert (1838-1925) wurde Direktor der von seinem Onkel Johann Conrad mitgegründeten Schweiz. Waggon-Fabrik (später Schweiz. Industriegesellschaft). Johann Conrads Sohn Emil (1845-1920) heiratete eine Tochter des Giessereibesitzers Georg Fischer und übernahm die Leitung einer Metallwarenfabrik in Seebach bei Villach (Kärnten). Oscar (->), Sohn des Johann Georg und Enkel des Stammvaters, war Fabrikant und Direktor des Eisenbergwerks Gonzen, seine Schwester Charlotte vermählte sich mit dem Ingenieur Gustave Naville, der in den Neher'schen Betriebsgebäuden am Rheinfall die grossindustrielle Produktion von Aluminium etablierte. Als Pionier auf dem Gebiet der Aluminiumverarbeitung erwies sich ein Vertreter der vierten Generation, Georg Roberts Sohn Robert Viktor (->). Mit dem Gartengestalter und Mundartdichter Arnold (->), Sohn von Johann Conrad, und der Bildhauerin Hedwig Dora (1879-1972), Tochter von Emil, kam aber auch das mus. Element in der Fam. zur Geltung. Das Geschlecht war Anfang des 21. Jh. in Schaffhausen nicht mehr vertreten, besteht aber auswärts in mehreren Zweigen fort.

Quellen und Literatur

  • StadtA Schaffhausen, Genealog. Reg. der Stadt Schaffhausen (J.L. Bartenschlager)
  • H.U. Wipf, Sonnenburggut, 1988, 328 f.