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Landis

Ärzte- und Industriellenfamilie vom linken Zürichseeufer. Als erstes Familienmitglied wird ein Hans Landös 1372 urkundlich erwähnt. Der genealogische Stammvater der Familie ist Hans Landis, der Vater von jenem Hans Landis, der zu den Führern der Zürcher Täuferbewegung gehörte. Dessen Grossneffe Hans Rudolf Landis (1603-1666) war Wagner und zog von Horgen über Hirzel nach Richterswil, wo er 1628 das Bürgerrecht erlangte. Mit ihm spaltete sich die Familie in einen Richterswiler und einen Horgener Zweig auf. Die Landis betätigten sich im 17. Jahrhundert als Schmiede und Wagner, ab dem Ende des 17. Jahrhunderts als Handwerkschirurgen. Heinrich (1734-1801) und Johannes Hotze Landis, Söhne von Landchirurgen, studierten als erste Landbewohner Medizin. Im 19. Jahrhundert waren die Landis vor allem als Ärzte und Industrielle tätig. Hans Heinrich Landis (1806-1875) war Kaufmann und Seidenfabrikant in Richterswil (Seide), sein Enkel Heinrich Landis Gründer der Firma Landis & Gyr. Politisch einflussreich waren die Landis im 19. Jahrhundert als Kantons- oder Nationalräte Zürichs, unter anderem Heinrich Landis.

Quellen und Literatur

  • Zwicky von Gauen, Johann Paul (Hg.): Schweizerisches Familienbuch, Bd. 2, 1947, S. 335-344.

Zitiervorschlag

Katja Hürlimann: "Landis", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 21.09.2022. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025137/2022-09-21/, konsultiert am 06.12.2022.