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Geilinger

Regimentsfähige Fam. der Stadt Winterthur, aus dem abgegangenen Hof Geilikon südlich von Töss, vermutlich um 1400 eingebürgert. Uoli war 1412 Feuerschauer, Cueni ab 1435 im Gr. Rat. Die G. gelangten in Behörden und Ämter, stellten indessen nur mit Wolfgang (->) einen Schultheissen und mit Rudolf (->) einen Stadtpräs. Heinrich (1740-1832) war 1803 Zunftgerichtspräs., Land- und Oberamtsschreiber Johann Rudolf (1783-1842) wurde 1828 Stadtammann. Aus dem geistl. Stand ragten die Magdenauer Äbtissinnen Elisabeth (1536-51) und ihre Nichte Dorothea (1551-71) hervor. Johann Ulrich (1744-1811) förderte in Winterthur Ende des 18. Jh. die Christentumsgesellschaft. Angesehen als Botaniker und Rektor der Kantonsschule Winterthur war Gottlieb (1881-1956). G. unterhielten im 17. und 18. Jh. mit den Fam. Forrer, Hegner, Künzli, Meyer, Rieter und Sulzer Ehebeziehungen. Im 16. Jh. standen G. im franz. Solddienst. In Handwerk und Gewerbe überwogen vor 1798 die Metzger, Gerber, Sattler und Schuhmacher. Im Baumwollhandel erlitt die Firma Geilinger und Graf 1796 erhebl. Verluste. Der Einstieg in die Industrie begann um 1770 mit der freilich nur vorübergehend blühenden Färberei der Gebr. G. zur Arch in Winterthur. Dagegen entwickelte sich aus der 1845 von Abraham (->) gegr. Schlosserei das bautechn. Grossunternehmen Geilinger.

Quellen und Literatur

  • StadtA Winterthur, FirmenA
  • Neues Winterthurer Tbl., 17.4. und 24.4.1954
  • W. Ganz, «Geilinger im Wandel der Zeit», in Geilinger-Bl., 1971
  • R. Mosbacher, «Abraham G. (1820-1880), Gottlieb G. (1853-1927), Eduard G. (1885-1955)», in Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik 64, 1997