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HaslerZG

Eines der sieben alten Geschlechter des Ägeritales ZG, welche das Zugrecht zwischen der oberen und der unteren Gem. besassen, d.h. je nach Wohnsitz in der jeweiligen Allmendkorporation nutzungsberechtigt waren. Die Fam. ist vermutlich aus Schwyz zugewandert. 1331 wird Ulrich als erster H. im Ägerital genannt. Das Geschlecht ist fast ausschliesslich im oberen Gemeindeteil belegt. Näher fassbar ist erst Heinrich, der 1464 beim versuchten Auskauf des Gotteshausgerichts Einsiedeln als Bürge auftrat. Vermutlich kurze Zeit später war er Landvogt in Baden, ebenso wie ein weiteres Familienmitglied gleichen Vornamens (->), vielleicht sein Sohn. Mit dem dreimal verheirateten Johann Heinrich (1633), der vom Säckelmeister der Gem. Ägeri bis zum Ammann aufstieg, erreichte das kleine Geschlecht das höchste Amt im Stande Zug. Sein Sohn Hans (->) war der letzte Vertreter der H. im Stadt- und Amtrat. Dessen Enkel Wolfgang (1700-42) wirkte als Pfarrer in Neuheim. Johann Joseph (1735-1805), Pfarrer in Oberägeri, war der letzte H. in öffentl. Funktion. Das Geschlecht starb 1927 in männl., 1933 in weibl. Linie aus.

Quellen und Literatur

  • E. Zumbach, «Die zuger. Ammänner und Landammänner», in Gfr. 85, 1930; 87, 1932
  • A. Iten, E. Zumbach, Wappenbuch des Kt. Zug, 21974