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Geschlecht im Kt. Zug. 1318 zinste ein H. am Lette aus Baar dem Zürcher Fraumünster. 1457 erwarb ein Cläwi das Bürgerrecht der Stadt Zug. In der Stadt, aber auch im ganzen Stand Zug erlangten die nie zahlreichen L. bald erhebl. Bedeutung. Bis 1798 stellten sie drei Ammänner und zwei eidg. Landvögte. Spätestens 1472 wurde Nikolaus (->), wohl der obgenannte Cläwi, Mitglied des Stadtrates, in dem die Fam. bis ins 19. Jh. meistens vertreten war. Mehrere L. amtierten als Vögte in den stadtzuger. Vogteien oder als Schultheissen des sittengerichtl. und fasnächtl. Grossen Rates der Stadt Zug. Gross war die Zahl der Welt- und Ordensgeistlichen sowie der Nonnen, die ab 1600 über ein Drittel der erwachsenen Familienmitglieder ausmachten. Bis ins 17. Jh. fungierten mehrere L. als Hauptleute in fremden Diensten, v.a. in französischen. In holländ. Diensten standen Markus (1785-1825) und dessen Bruder Franz Josef Michael (->), mit dem das Geschlecht in der Stadt ausstarb. Ihr Bruder Karl Franz (->) war Oberst im Generalstab und Sekr. der eidg. Militäraufsichtsbehörde. Alle drei Brüder waren Zuger Landeshauptleute, also Oberbefehlshaber der kant. Truppen. In Ägeri, wo die L. seit dem späten 14. Jh. nachgewiesen sind, erlangte das Geschlecht mit Gallus (->) grössere öffentl. Bedeutung.

Quellen und Literatur

  • A. Iten, E. Zumbach, Wappenbuch des Kt. Zug, 21974