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Schönbrunner

Aus dem Weiler Schönbrunn in Menzingen stammendes Geschlecht der Stadt Zug. 1404 und 1405 trat ein Werner von Schönbrunn in Zug als Zeuge auf. Vom späten 15. bis in die Mitte des 16. Jh. erlangten die S. eine gewisse Bedeutung. Uli und Jakob waren städt. Sustmeister. Magister Johannes (um 1459-1531) zog als Feldprediger nach Italien, war 1497-1513 Stadtpfarrer von Zug und liess die Stadtkirche St. Oswald erweitern. Ab 1514 war er Chorherr in Zürich, kehrte aber 1521 als Gegner der Reformation wieder nach Zug zurück. Sein Bruder Heinrich (✝︎1528) kam 1500 in den Zuger Stadtrat, war oft Standesgesandter und entschiedener Gegner der Reformation. Heinrichs Sohn Oswald, Hauptmann, starb 1525 in Pavia kurz vor der Schlacht, in der sein Bruder Heinrich (->) mitkämpfte. Deren Neffe Georg (->) wurde ebenfalls Zuger Ratsherr. Mit Johann Kaspar (1723-92), Stadtarzt von Zug, starben die S. in männl. Linie aus.

Quellen und Literatur

  • A. Iten, E. Zumbach, Wappenbuch des Kt. Zug, 21974