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WeberZG

Zuger Familie, die erstmals 1435 in der Stadt Zug belegt ist. Hier erlangte sie mit Ausnahme von Kaspar Leonz (->), obwohl zahlreich, keine führende Stellung. Hingegen traten die Weber von Neuheim, die mit den gleichnamigen Stadtbürgern in keiner bekannten verwandtschaftlichen Verbindung standen, vor allem in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts sowie im 18. Jahrhundert hervor. 1533 erwarb ein aus Bremgarten (AG) stammender Weber das Gasthaus mit der Zollstelle an der Brücke in Sihlbrugg, das bis 1850 in Familienbesitz blieb. Nachkommen amtierten über mehrere Generationen hinweg als Kirchmeier der Pfarrei Neuheim. Johann (->) war der erste Ammann aus dieser Familie. Sein Sohn Klemens Damian (->), ebenfalls Ammann, starb 1734 im Ersten Harten- und Lindenhandel als Parteigänger der Linden im Exil. Dessen Verwandter Leonz Anton (->) war dagegen ein führender Exponent der Harten und wurde nach deren Sturz verbannt. Seine Kinder konnten aber unter anderem mit Klemens Franz Xaver Damian (->), Ammann, und dessen Sohn Klemens (1851), Ratsherr, Wirt und Zöllner, den sozialen Status halten.

Quellen und Literatur

  • A. Iten, E. Zumbach, Wappenbuch des Kt. Zug, 21974

Zitiervorschlag

Renato Morosoli: "Weber (ZG)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 17.12.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025415/2012-12-17/, konsultiert am 03.03.2024.