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Simonius

Basler Unternehmerfam., deren Stammvater der aus Ravensburg stammende und 1848 in Basel eingebürgerte Paul (1806-69) ist. Im selben Jahr übernahm dieser die Leitung der im Wollhandel tätigen Firma Fürstenberger, für die er ab 1832 als Prokurist gearbeitet hatte. Die Fam. stieg v. a. durch Heiraten mit Mitgliedern der Fam. Burckhardt, Vischer, Clavel, de Bary und Oeri rasch ins Basler Grossbürgertum auf. Pauls gleichnamiger Sohn (1849-86) wurde 1880 Teilhaber der Firma. Später übernahm Pauls Bruder Theodor (1854-1931), ab 1901 Teilhaber und 1913-26 Seniorchef, die Leitung der Firma, die ab 1913 Simonius, Vischer & Co. hiess und bis 2003 bestand. Ein weiterer Bruder, der Ingenieur Alphons (1855-1920), war Inhaber versch. Papier- und Zellulosefabriken und ab 1906 Präs. des Schweiz. Bankvereins. Weitere Nachfahren waren als Kaufleute tätig, während Pauls Sohn August (->) sowie Augusts Sohn Pascal (1929) als Prof. für röm. Recht und Obligationenrecht bzw. röm. Recht und schweiz. Privatrecht an der Univ. Basel wirkten.

Quellen und Literatur

  • G.A. Wanner, Zweieinhalb Jahrhunderte im internat. Wollhandel: S., Vischer & Co., 1719-1969, 1969

Zitiervorschlag

Wichers, Hermann: "Simonius", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 19.12.2012. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025437/2012-12-19/, konsultiert am 26.01.2022.