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Des Arts

Aus Thonon stammende Fam., die 1498 mit dem Goldschmied Jean Budin alias de artibus in die Genfer Bürgerschaft aufgenommen wurde. Budin verlor seinen früheren Familiennamen und war nur noch unter seinem Beinamen D. - vielleicht hat schon die Fam. diesen geführt - bekannt. Vertreter der Fam. spielten fortan in der Verwaltung und im polit. Leben eine wichtige Rolle. Von der zweiten Generation an wurden Mitglieder als Räte, Auditoren, Schatzmeister, Bürgermeister, Generalstaatsanwälte sowie als Kastellane von Saint-Victor und Peney gewählt. Ab dem 17. Jh. liierten sich die D. mit den führenden Fam. der Republik, z.B. mit den de Chapeaurouge und den Turrettini. Jean, der Sohn Jean Budins, war an den Geschehnissen beteiligt, welche die Reformation in Genf einleiteten. Die Fam. trat mit Jacques, der 1551 Gesandter in Basel und 1552 in Paris war, auch in der Diplomatie hervor. Mehrere D. bekleideten militär. Ämter. Jean (1590-1639) stand in schwed., Daniel (1608-1653) als Hauptmann 1646 in venezian. Diensten. Er befehligte 1653 eine Abteilung, die im Bauernkrieg Bern zu Hilfe gesandt wurde. Joseph (->) wirkte 1814 an der Wiederherstellung der Republik mit und erwarb sich Verdienste um den Beitritt Genfs 1815 zur Eidgenossenschaft. Sein Sohn Jacques (1778-1833) brach nach Hamburg auf, wo er die Bank Des Arts gründete. Der dt. Zweig besteht noch immer, während die Fam. in Genf mit Jean-Jules (1879) ausstarb.

Quellen und Literatur

  • L. Sordet, Dictionnaire des familles genevoises 1, Ms., o.J., 482-485, (AEG)
  • Schweiz. Geschlechterbuch 3, 106-109
  • P.-E. Martin, «Notes sur l'origine de la familles D. de Genève», in SAHer, 1912
  • A. Choisy, Généalogies genevoises, 1947, 60-70
  • Livre du Recteur 3, 86-88
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