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Ferrier

Genfer Fam. von Glaubensflüchtlingen aus Uzès im Languedoc, die von Anfang an im Bankengeschäft und im Handel tätig war und bis heute besteht. François (um 1661-1759) wurde 1691 Habitant und 1705 Bürger von Genf. Seine Kinder und Enkel handelten mit Uhren, Lebensmitteln und Seidenstrümpfen. Mit Abraham-Etienne (1761-1835) stiegen die F. ins Bankgeschäft ein. Er gründete 1783 mit zwei Partnern ein Handels- und Kommissionsunternehmen. Dieses wurde 1795 von Ferrier, Darier & Cie. abgelöst, der Vorgängerin der Privatbank Ferrier, Lullin & Cie., die 1979 vom Schweiz. Bankverein übernommen wurde. Abraham-Etienne war wie sein Sohn Jean-Henri (1798-1872) Mitglied des Repräsentierenden Rats, Mitglied der Verfassungsgebenden Versammlung, Grossrat und Richter am Handelsgericht.

Nach 1685 flohen zwei weitere Familien F. nach Genf. Diejenige von La Mure im Dauphiné wurde 1689 in Genf eingebürgert. Sie starb im 18. Jh. aus. Fam. F. aus Poyols im Dauphiné wurde 1791 eingebürgert.

Quellen und Literatur

  • Ferrier Lullin & Cie: 150 ans de banque 1795-1945, 1945
  • Livre du Recteur 3, 305-307