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Gallatin

Ursprünglich aus Granges (Rhône-Alpes) stammendes Geschlecht, dessen erster bekannter Vertreter der 1258 erw. Foucher ist. Ahnherr der Genfer Linie ist Jean (1439-1535), Notar und apostol. Richter, der 1510 ins Bürgerrecht aufgenommen wurde. Die Fam., die während der Reformation zum neuen Glauben übertrat, verfügte über mehrere Güter in Frankreich sowie auf Genfer Gebiet, u.a. ein Gut in Peissy (Satigny). Dieses ging verloren unter dem Kastlan von Peney Jean-Antoine (1645-1719), der wegen Verschwörung und Obrigkeitsbeleidigung verurteilt wurde. 1781 erwarb Jean-Louis (1737-98), der 1776 von Ludwig XVI. in den Grafenstand erhoben worden war, das Gut von Vernier; der damals in Frankreich gelegene Besitz trug ihm in der Folge die Aufgabe ein, an der Abfassung der Eingaben (cahier de doléances) des Adels aus dem Pays du Gex zuhanden der Generalstände von 1789 mitzuwirken. 1803 wurde das Gut von Vernier geschleift. Die Tochter von Jean-Louis, Françoise-Camille Virvaux (1767-1847), kaufte es teilweise zurück; Vernier erhielt ein Stück Land für die Errichtung eines ref. Friedhofs. Vom 16. bis 18. Jh. hat die Fam. G. in Genf zahlreiche Mitglieder des Rats der Zweihundert und des Rats der Fünfzig gestellt, darunter Pierre (->). Die G. haben sich ferner in fremden Diensten hervorgetan, v.a. in Frankreich, England und Holland. Einige Vertreter der Fam. wählten die geistl. Laufbahn, so Ezéchiel (1685-1733). Abraham (*1650) wurde 1707 von Ks. Joseph I. in den Adelsstand erhoben. 1786 erlaubte der Kl. Rat der Fam. G., das Adelsprädikat zu tragen. Albert (->) begründete die amerikan. Linie.

Quellen und Literatur

  • AEG, FamA
  • Schweiz. Geschlechterbuch 3, 145-150
  • A.E. Gallatin, G. iconography, 1934
  • R.P. Blanc, Les G.s de Granges, 2001
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