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MartinGE

Alteingesessene Genfer Fam., die im 14. Jh. in Compois (Gem. Meinier) und im 15. Jh. in Sionnet (Gem. Jussy) belegt ist. 1504 erlangte der Zimmermann Nicod, dessen Sohn keine Nachkommen hatte, das Genfer Bürgerrecht, ebenso 1579 der Bäcker Girard. Von diesem Zeitpunkt an gelang dem aus Jussy stammenden Zweig der soziale Aufstieg. Durch ihre Heiratsallianzen nahmen die M. Einsitz im Rat der Zweihundert, bekleideten wichtige Ämter im Ausland und sicherten sich ihren Besitz und Reichtum. Zu den herausragenden Familienmitgliedern zählen der Pfarrer Jean-Ami (->), der Präs. des Pariser Handelsgerichts Claude-Etienne, genannt M. d'André (1748-1823), den Ludwig XVIII. in den Adelsstand erhob, und Alexandre-Louis M.-Aubert (1786-1826), Mitglied des Repräsentierenden Rats und Bürgermeister von Plainpalais (heute Gem. Genf).

Quellen und Literatur

  • Galiffe, Notices généal. 2, 238-249
  • Schweiz. Geschlechterbuch 5, 877-884

Zitiervorschlag

Walker, Corinne: "Martin (GE)", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 03.09.2008, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025531/2008-09-03/, konsultiert am 25.10.2020.