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Necker

Noch heute bestehendes, aus der Mark Brandenburg stammendes Genfer Geschlecht. Charles-Frédéric (1686-1762), Advokat in Küstrin (Preussen, heute Kostrzyn nad Odrą, Polen), siedelte nach Genf über, um hier eine Erziehungsanstalt zu gründen. 1725 wurde er zum Prof. für öffentl. Recht an der Akademie ernannt. 1726 wurde er unentgeltlich ins Genfer Bürgerrecht aufgenommen. 1734 trat er in den Rat der Zweihundert ein. Mehrere seiner Nachkommen schufen sich im intellektuell-wissenschaftl. Bereich einen Namen, so sein Sohn Louis (->), seine Schwiegertochter Suzanne (->), seine Enkelin Germaine de Staël, Albertine (->), Jacques (->) und Louis-Albert (->). Sein Sohn Jacques (->) war der berühmte Finanzminister von Kg. Ludwig XVI. In der Lokalpolitik betätigten sich nur wenige Familienmitglieder, neben dem bereits erw. Charles-Frédéric v.a. Frédéric (1838-1911), der 1864-72, 1874-76 und 1878-80 im Genfer Gr. Rat sass und 1865-82 sowie 1894-1902 Gemeindepräs. von Satigny war. 1784 kaufte Jacques Schloss Coppet, in dem seine Tochter Germaine de Staël und deren Nachkommen wohnten; die Fam. d'Haussonville machte es 1948 der Öffentlichkeit zugänglich. Die Nachkommen von Louis besitzen ein bedeutendes Gut in Satigny.

Quellen und Literatur

  • Galiffe, Notices généal. 2, 611
  • Schweiz. Geschlechterbuch 2, 393-395; 6, 447 f.
  • A. Chaffanjon, Madame de Staël et sa descendance, 1969
  • J.-D. Bredin, Une singulière famille: Jacques N., Suzanne N. et Germaine de Staël, 1999
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