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Geiger

Geschlecht von Appenzell und Oberegg. Die Appenzeller Linie der Geiger führt auf Uli ab dem unteren Hirschberg (vor 1340, nach 1399) zurück. Vom frühen 17. Jahrhundert an entwickelte sich diese Linie zu einer der führenden Häupterfamilien Innerrhodens. Sie stützte ihre Macht durch Reichtum und politische Erfahrung ab und baute sie durch Heiraten mit führenden Geschlechtern (Schloss-Sutter, Bischofberger, Fässler, Hautle) im 18. Jahrhundert weiter aus. Die Familie betätigte sich erfolgreich in fremden Diensten und im Textilhandel. Auf Handelsbeziehungen weisen Ehegattinnen aus den sankt-gallischen Stiftslanden hin. Im 19. und 20. Jahrhundert stach Oskar hervor, Wirt, 1892-1905 liberaler Ratsherr, 1902-1904 Hauptmann des Bezirks Appenzell. Er war ein noch heute geschätzter Genealoge und Lokalhistoriker.

Quellen und Literatur

  • AWG, 88-91
  • H. Bischofberger, «Oskar Geiger», in IGfr. 38, 1997, 64

Zitiervorschlag

Hermann Bischofberger: "Geiger", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 20.11.2006. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025579/2006-11-20/, konsultiert am 22.02.2024.