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Raphael vonGottrau

5.1.1647 (Simon Petrus) Freiburg, 4.1.1707 Freudenfels (Gem. Eschenz), kath., von Freiburg. Sohn des Franz Othmar, Rats der Sechzig in Freiburg, und der Magdalena von der Weid. 1656-64 Stud. am Jesuitenkollegium St. Michael in Freiburg. 1664 Novize im Kloster Einsiedeln, 1666 Profess, 1670 Priesterweihe. 1670 Exorzist, 1674 Bibliothekar, 1676 Lehrer am klostereigenen Gymnasium in Bellinzona, 1682 Dekan im Stift Pfäfers, 1690-91 Pfarrer in Münsterlingen. 1692 Wahl zum Fürstabt von Einsiedeln. Im Konflikt mit dem Frauenkloster Münsterlingen verzichtete 1692 Einsiedeln auf geistl. und weltl. Rechte. Die Union mit dem Stift Pfäfers ab 1682 wurde 1692 wieder aufgegeben. Die Kompetenzen des Bf. von Konstanz in den dem Kloster unterstellten Pfarreien regelte ab 1693 ein neues Konkordat. In mehreren Konflikten mit Schwyz sowie der Bevölkerung von Einsiedeln verteidigte G. die bestehenden Ansprüche des Stifts. Um die hohen Schulden des Klosters zu tilgen, verkaufte er 1693 die Herrschaft Ittendorf an das Kloster Weingarten. 1698 resignierte G. und übernahm die Verwaltung der Herrschaft Freudenfels-Eschenz.

Quellen und Literatur

  • R. Henggeler, «Fürstabt Raphael von G. in Einsiedeln», in FGB 40, 1946, 3-41
  • HS III/1, 579 f.
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Lebensdaten ∗︎ 5.1.1647 ✝︎ 4.1.1707