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BeatKüttel

2.6.1732 (Josephus Marzellus) Gersau, 18.5.1808 Einsiedeln, kath., von Gersau. Sohn des Johann Georg, Landammanns von Gersau, und der Maria Magdalena Camenzind. Halbbruder des Johann Anton (->). Stud. in Schwyz, Luzern, Einsiedeln, 1751 Profess im Kloster Einsiedeln, 1755 Priesterweihe. Lehrer für Rhetorik an der Klosterschule, ab 1762 deren Vorsteher, ab 1766 Statthalter, ab 1774 Dekan, 1780 Wahl zum Abt (letzter Fürstabt). 1782 schloss K. ein geändertes Konkordat mit Konstanz ab (passive Exemtion für das Stift), womit der lange währende Konflikt mit dem Bischof beendet wurde. Während der Wirren der Helvet. Revolution hielt K. sich 1798-1802 u.a. in St. Gerold (Vorarlberg), im Tirol und in Freudenfels auf. Nach seiner Rückkehr reaktivierte er das monast. Leben, initiierte Reformen in der Verwaltung und die Wiederherstellung der Gebäude, ordnete 1804 die Beziehungen zu Schwyz neu und reorganisierte die Stiftsschule. 1805 konnte er das Gymnasium in Bellinzona wieder eröffnen und die Ufenau zurückkaufen. K. förderte das Wiederaufleben der Wallfahrten.

Quellen und Literatur

  • R. Henggeler, Professbuch der fürstl. Benediktinerabtei U. L. Frau zu Einsiedeln, 1934, 165-175
  • HS III/1, 584 f.
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