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Schweizerische Flüchtlingshilfe

Die S. wurde 1936 als Dachverband von damals 13 privaten Hilfswerken mit Sitz in Zürich (heute Bern) gegründet und hiess bis 1991 Schweiz. Zentralstelle für Flüchtlingshilfe. Die S. erfüllt im Auftrag des Bundes Vollzugsaufgaben im Flüchtlingswesen, u.a. Betreuung oder Rechtshilfe, sammelt seit 1942 für die angeschlossenen Hilfswerke Spendengelder und äussert sich zu Fragen der Flüchtlingspolitik und Asylpraxis (Asyl). Im 2. Weltkrieg leitete die S. Arbeitslager für internierte Flüchtlinge (Internierungen). Bis 1950 galt in der Schweiz für Flüchtlinge prinzipiell ein Arbeitsverbot und Weiterreisepflicht. Die Hilfe zur Weiterreise stand für die S. bis zur Ankunft der Ostflüchtlinge und zum UNO-Weltflüchtlingsjahr 1959-60 im Zentrum. Die Kosten der Flüchtlingsbetreuung trugen laut Bundesbeschluss vom 26.4.1951 zu drei Fünfteln der Bund und zu zwei Fünfteln die Hilfswerke. Seit 1960 bzw. mit der Ankunft aussereurop. Flüchtlinge seit den 1980er Jahren gewannen das Dauerasyl und die Integration der Flüchtlinge in der Schweiz als neue Aufgaben für die S. an Bedeutung.

Quellen und Literatur

  • AfZ, Archiv S. (1936-95)
  • Marksteine, 1986