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Glückskette

Im Okt. 1946 lancierte der Journalist Roger Nordmann am Westschweizer Radio die Sendung Chaîne du Bonheur, in der Hörer zu Hilfeleistungen aufriefen. In den folgenden Jahren entwickelte sich die Sendung immer mehr zu einem Sammelsystem für Katastrophenhilfe, das bald auch vom Radio der dt. und ital. Schweiz (Catena della solidarietà) übernommen wurde und dem sich später auch das Fernsehen anschloss. Seit 1983 ist die G. eine Stiftung mit dem Zweck, über Radio und Fernsehen zu Spenden zu Gunsten von Katastrophengeschädigten sowie Bedürftigen in der Schweiz und im Ausland aufzurufen. Die G. unterstützt u.a. die Finanzierung von Nahrungsmittelprogrammen, medizin. Hilfe und Impfaktionen sowie Massnahmen im Bereich Schule, Erziehung und Ausbildung. Leitendes Organ ist der Stiftungsrat, der sich aus Vertretern von Hilfsorganisationen und der Schweiz. Radio- und Fernsehgesellschaft zusammensetzt. Er wird in seiner Arbeit von der Nationalen Projektkommission unterstützt, einem Fachgremium aus Hilfswerksvertretern und unabhängigen Experten, das für die Zuteilung der Spenden verantwortlich ist.

Quellen und Literatur

  • R. Nordmann, Les chaînes du bonheur, 1983

Zitiervorschlag

Maurer, Rolf: "Glückskette", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.08.2003. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025821/2003-08-12/, konsultiert am 27.11.2020.