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François-LouisAllamand

Pastellporträt um 1770, anonym (Musée historique de Lausanne).
Pastellporträt um 1770, anonym (Musée historique de Lausanne).

16.1.1709 Vevey, 3.4.1784 Lausanne, ref., von Rougemont. Sohn des Thomas, Lehrers am Kollegium Lausanne, und der Anne-Gabrielle Marchandon des Marets, Tochter des Jacques, Prof. an der Akademie. Bruder von Jean-Nicolas-Sébastien (->). Marie-Elisabeth Perret (1741 Trennung), Tochter des Vincent, Pfarrers und Dekans in Vevey. Theologiestud. in Lausanne, 1732 Ordination. Vikar in Vevey. 1741-48 Hauslehrer in Frankreich, den Niederlanden und Deutschland. Nach der Rückkehr in die Waadt war A. 1748-72 nacheinander Pfarrer in Ormont-Dessus, Bex und Corsier (heute Corsier-sur-Vevey). Von 1751 an Kandidat für einen Lehrstuhl, wurde er erst 1773 Prof. für Griechisch und Moralwiss. an der Lausanner Akad. 1744-45 griff er in die Debatte um die Versammlungen der prot. Eglise du Désert ein, die er anfocht. In seiner Schrift "Pensées anti-philosophiques" (1751) lehnte er Diderot ab, in "L'Anti-Bernier, ou nouveau dictionnaire de théologie" (1770) den atheist. Materialismus von Paul Henry Thiry d'Holbach, als geistreicher Apologet und unter dem Beifall von Charles Bonnet. Er beeindruckte zugleich den jungen Edward Gibbon und korrespondierte 1755-72 mit Voltaire (ca. 40 Briefe erhalten), der A. seine Werke sandte, dessen Kritiken aufnahm und ihn auch nach Ferney einlud.

Quellen und Literatur

  • H. Vuilleumier, Histoire de l'Eglise réformée du Pays de Vaud sous le régime bernois 4, 1933, 287-300, 450-454
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Lebensdaten ∗︎ 16.1.1709 ✝︎ 3.4.1784