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SebastianWerro

Februar 1555 Freiburg, 27.11.1614 Freiburg, katholisch, von Freiburg. Sohn des François, Ratsherrn, und der Marie Wicht. Schulen in Freiburg, 1571-1574 Studium der Artes liberales in Freiburg im Breisgau, danach der Theologie in Freiburg (Schweiz) und vielleicht in Besançon, 1578 Priesterweihe. 1577 Kanoniker des Kapitels St. Niklaus, 1578 Kantor und Sekretär, Katechet der Schulen und Mitglied der Scholarenkammer, 1580 Pfarrer in Freiburg. 1581 machte Sebastian Werro eine Pilgerreise nach Rom und Jerusalem, deren Beschreibung erhalten geblieben ist. 1589 wurde er Domdekan und nahm im Jesuitenkollegium von Rom das Theologiestudium wieder auf, das er 1593 mit dem Doktorat abschloss. 1593 begann er in Freiburg das Verzeichnis der Ehegerichtsfälle, das er bis 1601 selbst führte. Ab 1597 war er Propst von St. Niklaus und von 1599 bis zu seinem Tod Stadtprediger. Zusammen mit Jean Michel übte er von August bis Oktober 1597 als Nachfolger von Peter Schneuwly das Amt des Generalvikars der Diözese Lausanne aus. 1598-1600 war er apostolischer Administrator der Diözese und ab 1600 unter Bischof Jean Doroz erneut Generalvikar. Wegen Spannungen mit der Freiburger Regierung und dem Kapitel, insbesondere betreffend die Diözesanreform, die bischöfliche Residenz und die Umsetzung der Konzilsbeschlüsse, demissionierte Werro 1601 von seinen Ämtern als Propst und Generalvikar. Werro war eine bedeutende Persönlichkeit der katholischen Reform im Kanton Freiburg. Er setzte sich für die Einführung des gregorianischen Kalenders in den katholischen Kantonen ein.

Quellen und Literatur

  • KUBF, Nachlass
  • R. Werro, Notice sur la vie et les écrits de Sébastien Werro, prévôt et curé à Fribourg au 16e siècle, 1841
  • HS I/4, 284-286; II/2, 285 f.
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ Februar 1555 ✝︎ 27.11.1614

Zitiervorschlag

Marie-Anne Heimo: "Werro, Sebastian", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 10.10.2013, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/025908/2013-10-10/, konsultiert am 28.02.2024.