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Johann WernhardHuber

22.2.1753 Basel, 10.1.1818 Bern, ref., von Basel. Sohn des Hans Jakob, Apothekers, und der Ursula Schnell. 1776 Maria Judith Streckeisen. Erste Schulzeit in Neuwied (am Mittelrhein), weitere Ausbildung in Basel. 1767-70 Apothekerlehre, 1771-72 Stud. der Medizin und Apothekergehilfe in Berlin. Danach übernahm H. in Basel die im Familienbesitz stehende Apotheke. H.s frühe geistige Entwicklung war ebenso durch den Herrnhuter Pietismus wie durch Aufklärung und Sturm und Drang geprägt. 1780 Bekanntschaft mit Johann Kaspar Lavater, den H. einige Zeit schwärmerisch verehrte. 1787 Eintritt in die Helvet. Gesellschaft. Im selben Jahr Mitbegründer der Basler Allg. Lesegesellschaft und Herausgabe einer Sammlung eigener dichterischer Versuche ("Funken vom Herde seiner Laren der Freundschaft, der Wahrheit, dem Scherze"). Ab 1789 begeisterter Anhänger der Franz. Revolution, 1798 Mitinitiant der Basler Revolution, Präs. der Basler Nationalversammlung und Mitglied des helvet. Gr. Rats. Auf die Solothurner Unruhen von 1799 reagierte H. als Regierungskommissär mit harter Hand (u.a. mit der Vollstreckung von Todesurteilen). 1800-01 Mitglied des Gesetzgebenden Rats. H., ein ausgezeichneter Redner, fällte oft voreilige polit. Entscheidungen. Ab 1801 lebte er als Privatgelehrter in Bern.

Quellen und Literatur

  • P. Wernle, «Wernhard H., der helvet. Grossrat und Basler Dichter», in BZGA 20, 1922, 59-126
  • J.A. Häfliger, «Die Apotheker und Apotheken Basels», in BZGA 31, 1932, 424-426
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