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Internationale Energieagentur (IEA)

Internat. autonomes Organ innerhalb der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), 1974 in Paris von 16 Erdöl importierenden Ländern der OECD gegr. als Reaktion auf die Verknappung des Erdölangebots durch die OPEC (Erdölkrise). Ziel der IEA ist es, die Energieversorgung im Krisenfall durch Nachfragedrosselung und Mengenzuteilung zu sichern. 1980 legte eine IEA-Ministerkonferenz nationale Einfuhrziele fest, da der Iran seine Erdöllieferungen verminderte; vier weitere Länder traten bei. Seit dem Erdöl-Überangebot der 1980er Jahre wendet sich die IEA auch ökolog. Fragen zu (Klimaerwärmung, Sicherheit der Atomenergie). Die Schweiz gehört (mit Neutralitätsvorbehalt) zu den Gründerstaaten der IEA. Ordnungspolit. Zurückhaltung übt der Bundesrat gegenüber IEA-Erdölkontingentierungen. Er zieht zur Sicherung der Versorgung die Lagerhaltung vor. Der Bundesrat widmet der IEA im jährl. Aussenwirtschaftsbericht einen Abschnitt.