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Johann RudolfTschiffeli

12.12.1716 Bern, 15.1.1780 Bern, reformiert, von Bern. Sohn des Johann Rudolf, Landvogts von Wangen, und der Susanna Dorothea geborene Tschiffeli. Bruder des David Friedrich (->). Margarethe Steck, Tochter des Johann Friedrich, Landvogts von Trachselwald. Gehilfe der Staatskanzlei, 1755-1780 Chorgerichtsschreiber. Johann Rudolf Tschiffeli lebte mit seiner Familie lange in finanziell prekärer Lage, die sich erst mit einem Lotterietreffer 1770 verbesserte. Er war ein bedeutender Vertreter der ökonomischen Patrioten. Tschiffeli machte nacheinander die Güter Kleehof in Kirchberg und Aspi bei Aarberg zu bekannten Mustergütern, gründete 1759 die Ökonomische Gesellschaft Bern und spielte eine wichtige Rolle im internationalen Austausch von Nutzpflanzen wie etwa der Färbepflanze Krapp. Er führte 1767-1768 Johann Heinrich Pestalozzi in die sogenannte Agrikultur ein und verfasste die europaweit rezipierten "Briefe über die Stallfütterung" (1772).

Quellen und Literatur

  • H. Wahlen, Johann Rudolf Tschiffeli, 1716-1780, 1940
  • M. Stuber, «Kulturpflanzentransfer im Netz der Oekonom. Ges. Bern», in Wissen im Netz, hg. von R. Dauser et al., 2008, 229-271
  • C. Pfister, «Futterklee und Jauchegrube – Johann Rudolf Tschiffelis "Briefe über die Stallfütterung"», in Kartoffeln, Klee und kluge Köpfe, hg. von M. Stuber et al., 2009, 111-114
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Kurzinformationen
Familiäre Zugehörigkeit
Lebensdaten ∗︎ 12.12.1716 ✝︎ 15.1.1780

Zitiervorschlag

Martin Stuber: "Tschiffeli, Johann Rudolf", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 12.04.2011. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026251/2011-04-12/, konsultiert am 27.05.2024.