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Johann HeinrichTschudi

19.6.1670 Schwanden (heute Gemeinde Glarus-Süd), 19.5.1729 Schwanden, reformiert, von Schwanden. Sohn des Heinrich, Ratsherrn, und der Rosina Stüssi. 1) 1694 Barbara Elmer, Tochter des Heinrich, Landeshauptmanns und Ratsherrn, 2) 1708 Magdalena Blumer, Tochter des Peter, Ratsherrn. Johann Heinrich Tschudi studierte ab 1688 am Collegium Carolinum in Zürich Theologie und beendete sein Studium 1690 in Basel mit der Ordination. 1692 wurde er Diakon in Schwanden, 1719 Hauptpfarrer, 1720 Camerarius. Der Freundschaft mit Johann Jakob Scheuchzer und der Korrespondenz mit weiteren bedeutenden Zeitgenossen verdankte Tschudi seine Belesenheit. Nach theologischen, medizinischen und zeitgeschichtlichen Schriften publizierte er 1714 als Erster eine historisch-geografische Landesgeschichte, die "Beschreibung des Lobl. Orths und Lands Glarus". 1714-1726 gab Johann Heinrich Tschudi die frühaufklärerische Zeitschrift "Monatliche Gespräche" heraus.

Quellen und Literatur

  • ZBZ, u.a. Nachlass Johann Jakob Scheuchzer
  • K. Marti-Weissenbach, Die Unternehmerfam. Tschudi aus dem glarner. Schwanden, 2003, 31 f.
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Zitiervorschlag

Karin Marti-Weissenbach: "Tschudi, Johann Heinrich", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 07.01.2014. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026252/2014-01-07/, konsultiert am 13.04.2024.