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JohannFlugi

1550 St. Moritz, 30.8.1627 Chur, katholisch, von St. Moritz. 1575 Priesterweihe, 1576 Pfarrer in Obervaz, 1585-1597 in Feldkirch. 1586 Domherr, 1597 Domdekan und Generalvikar. Am 9. Februar 1601 als Johann V. zum Bischof von Chur gewählt, 9. April päpstliche Bestätigung, 22. Juli Weihe durch den Nuntius in Luzern, 1601 auch Verleihung der Regalien. Wohl 1606 erhielt er das Adelsprädikat "von Aspermont". Johann Flugi war der erste Churer Reformbischof im Geiste des Konzils von Trient. Die Ereignisse während der Bündner Wirren zwangen ihn oft, im sicheren Tirol zu residieren. Die unter österreichischem Druck 1622-1623 vereinbarte Restitution der in der Reformation verlorenen Rechte an das Bistum war von kurzer Dauer. 1621 begannen Kapuzinermissionare, hauptsächlich aus Brescia, in den rätoromanischen Pfarreien des Bistums zu wirken. 24. August 1627 resignierte Johann Flugi.

Quellen und Literatur

  • HS I/1, 497 f.
  • A. Fischer, «Biograph. Notizen über Johann V. Flugi bis zu seiner Wahl zum Churer Bischof 1601», in BM, 1995, 5-29
  • A. Fischer, Reformatio und Restitutio, 2000
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Zitiervorschlag

Pierre Surchat: "Flugi, Johann", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 27.01.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026311/2005-01-27/, konsultiert am 21.05.2024.