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FilippoArchinto

15.12.1549 Mailand, 25.11.1632 Cantù (I), katholisch, von Mailand. Sohn des Adligen Alessandro und der Ippolita della Croce. Neffe des Filippo, Erzbischofs von Mailand. Studierte zuerst Medizin und Chirurgie, danach Recht an der Universität Pavia, wo er 1575 doktorierte. Im gleichen Jahr wurde er ins Rechtsgelehrtenkollegium von Mailand aufgenommen. Nach einem Romaufenthalt schlug er 1590 die kirchliche Laufbahn ein. 1592 wurde Filippo Archinto Erzpriester von Bologna, dann ernannte ihn Klemens VIII. zum Bischof von Como (1595-1621), obwohl die Eidgenossen anfänglich gegen die Wahl eines Mailänders opponierten. Als Bischof liess Archinto das Güterinventar der Diözese errichten und revidierte das bischöfliche Archiv. 1603 weigerte sich die eidgenössische Tagsatzung, eine von Archinto mit den eidgenössischen Gesandten getroffene Vereinbarung zu ratifizieren, die den Vogteigerichten die Möglichkeit gegeben hätte, Sanktionen gegen Kirchenträger auch in geistlichen Belangen zu erlassen. 1621 demissionierte er aus Altersgründen.

Quellen und Literatur

  • HS I/6, 190 f.
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 15.12.1549 ✝︎ 25.11.1632

Zitiervorschlag

Pablo Crivelli: "Archinto, Filippo", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 28.08.2001, übersetzt aus dem Italienischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026364/2001-08-28/, konsultiert am 28.02.2024.