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Äusserer Stand

Ostermontagsprozession. Aquarellierte Radierung von Johannes Müller, 1781 (Burgerbibliothek Bern).
Ostermontagsprozession. Aquarellierte Radierung von Johannes Müller, 1781 (Burgerbibliothek Bern).

Gesellschaft junger Burger der Stadt Bern, deren Ursprung auf spätmittelalterliche Freischaren zurückgeführt wird. Als Institution mit eigenen Satzungen erstmals 1556 belegt, bestand der Äussere Stand bis 1798. Seine Ämterstruktur ahmte das Regiment der Stadt nach (Schultheiss, Räte, Venner, Landvögte usw.). Die Mitgliedschaft im Äusseren Stand galt im 17. und 18. Jahrhundert als Teil der politischen und gesellschaftlichen Sozialisation der späteren Regimentsangehörigen. Herausragende Ereignisse im Gesellschaftsleben waren die Ämterbesatzung und der Umzug am Ostermontag sowie die bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts veranstalteten sogenannten Aufritte und militärischen Übungen (Regimentsumzug). 1728 Bau eines eigenen Rathauses.

Quellen und Literatur

  • H. von Fischer et al., Der Äussere Stand von Bern und sein Rathaus, 1982
Weblinks

Zitiervorschlag

André Holenstein: "Äusserer Stand", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 31.10.2001. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026431/2001-10-31/, konsultiert am 09.02.2023.