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Zivilgemeinde

Gemeindeform v.a. des Kt. Zürich. In der Helvetik spalteten sich die alten Dorfgenossenschaften in privatrechtl. Korporationen und öffentlichrechtl. Z.n auf, die bis 1831 einfach nur Gem. oder auch Bürgergem. genannt wurden. Diese besorgten innerhalb der neu gebildeten Munizipal- bzw. polit. Gemeinden sämtl. materiellen Belange wie Flur-, Strassen-, Wasser- und Löschwesen, während die Letzteren nur verfassungsmässige Aufgaben handhabten. Mitte des 19. Jh. bestanden in Zürich um die 420 Z.n. Die neuen Infrastrukturen der Industrialisierung sprengten die alten Dorfgrenzen und parallel gingen immer mehr materielle Kompetenzen auf die polit. Gemeinden über (z.B. durch das Gemeindegesetz von 1875). Die Anzahl der Z.n sank daher bis 1894 auf unter 300. Das Gemeindegesetz von 1926 untersagte die Neubildung von Z.n. Die 2006 in Kraft getretene neue Zürcher Kantonsverfassung schrieb die Auflösung der ca. 20 noch bestehenden Z.n bis Ende 2009 vor.

Quellen und Literatur

  • NZZ, 1.7.2009