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DiepoltHuter

2.5.1546 Appenzell, von Montlingen (Gemeinde Oberriet SG). Sohn des Rudolf und der Anna Schmid. Studiengang unbekannt. Wohl 1475-1480 in Kriessern als Kleriker der Diözese Konstanz. 1508 Pfarrer von Appenzell. 1522 reformierte Tendenzen. 1523 an der Zürcher Disputation, jedoch noch schweigend. 1526 an der Badener, 1528 an der Berner Disputation. Hier äusserte sich Diepolt Huter als Gegner Huldrych Zwinglis zu Fragen der kirchlichen Amtsgewalt, der unbefleckten Empfängnis Mariens und der Gebote Gottes. Zu diesem Anlass veröffentlichte er eine Schrift über die Eucharistiefeier, die jedoch keinen Erfolg hatte. Huter klagte über das ungerechte Vorgehen bei der Berner Disputation und wurde deshalb gebüsst. Er zog nach Montlingen. Hier musste er zürcherischem Druck weichen und floh nach Hohenems. 1534-1546 war er wieder Pfarrer in Appenzell. Diepolt Huter nahm in den Reformationswirren eine klare Haltung ein.

Quellen und Literatur

  • P. Staerkle, Diepolt Huter, Pfarrer von Appenzell und Montlingen [...], 1931
  • F. Stark, 900 Jahre Kirche und Pfarrei St. Mauritius Appenzell, 1971, 89, 157-159
  • H. Bischofberger, Rechtsarchäologie und rechtl. Volkskunde des eidg. Standes Appenzell Innerrhoden, 1999, 39
Weblinks
Kurzinformationen
Lebensdaten ✝︎ 2.5.1546

Zitiervorschlag

Hermann Bischofberger: "Huter, Diepolt", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 04.05.2005. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026484/2005-05-04/, konsultiert am 29.11.2022.