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PaulusUlmann

24.2.1613 Appenzell, 15.4.1680 Appenzell, katholisch, von Appenzell (Rhode Schwende). Sohn des Paul und der Elisabeth Heim. Studium der Theologie am Collegium Helveticum in Mailand, um 1636 Dr. theol. 1637-1653 Kaplan und 1653-1658 Pfarrer von Appenzell. Paulus Ulmann kritisierte die Sittenlosigkeit in der Pfarrei Appenzell scharf, was ihm den Zorn der weltlichen Obrigkeit einbrachte. In der Folge zog er sich auf das Wildkirchli zurück, wo er 1656 auf eigene Kosten die Kapelle wieder herrichten liess. Hier gründete er 1657 eine Eremitenklause, die er zunächst selbst bewohnte. 1660-1669 war er Seelsorger im adligen Damenstift zu Lindau am Bodensee, 1669 und 1671-1678 lebte er erneut auf dem Wildkirchli. Paulus Ulmann gilt als treibende Kraft bei der Errichtung der Pfarreien in Haslen und Oberegg. Er hinterliess tagebuchartige Aufzeichnungen, in denen er sein Leben und die Entstehung der Einsiedelei detailliert schilderte.

Quellen und Literatur

  • AWG, 370
  • F. Stark, 900 Jahre Kirche und Pfarrei St. Mauritius Appenzell, 1971, 93-95
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Kurzinformationen
Lebensdaten ∗︎ 24.2.1613 ✝︎ 15.4.1680

Zitiervorschlag

Achilles Weishaupt: "Ulmann, Paulus", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 25.01.2013. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026487/2013-01-25/, konsultiert am 09.12.2022.