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JacquelineBerenstein-Wavre

26.12.1921 Merkwiller-Pechelbronn (Elsass), 22.1.2021 Genf, reformiert, von Neuenburg und Genf. Tochter des Robert Wavre, Ingenieurs, und der Esther geborene de Montmollin. 1970 Alexandre Berenstein. Nach der Ablegung der Matura und der Absolvierung eines Studiums der Sozialarbeit in Frankreich unterrichtete Jacqueline Wavre an verschiedenen Schulen, an denen sie die Berufsberatung einführte, insbesondere auch in Genf. 1963-1973 vertrat sie die Sozialdemokratische Partei im Gemeinderat (Legislative) der Stadt Genf, den sie als erste Frau 1968-1969 präsidierte; 1973-1989 war sie Abgeordnete im Grossen Rat (1989 Präsidentin) des Kantons Genf. Als Präsidentin des Bundes Schweizerischer Frauenorganisationen 1975-1980 und der Fondation du Collège du travail bemühte sie sich um die Wahrung des politischen Bewusstseins der Arbeiterschaft und um die Aufwertung der Hausarbeit. Berenstein-Wavre war eine der Initiantinnen des 1981 angenommenen Verfassungsartikels über die Gleichstellung von Mann und Frau und aktives Mitglied in Friedensorganisationen. Ab 1965 gehörte sie dem Redaktionsausschuss der Monatszeitschrift Femmes Suisses et le mouvement féministe an.

Quellen und Literatur

  • Berenstein-Wavre, Jacqueline: Ménagère aujourd'hui. Résultat d'une enquête sur le budget temps-ménage de 1300 femmes de Suisse romande, 1974.
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Kurzinformationen
Variante(n)
Jacqueline Berenstein (Ehename)
Jacqueline Wavre (Taufname)
Lebensdaten ∗︎ 26.12.1921 ✝︎ 22.1.2021

Zitiervorschlag

Liliane Mottu-Weber: "Berenstein-Wavre, Jacqueline", in: Historisches Lexikon der Schweiz (HLS), Version vom 08.03.2021, übersetzt aus dem Französischen. Online: https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/026528/2021-03-08/, konsultiert am 19.08.2022.